Fühlen mit Federn
Gefühlsregulation mit Federn
Das neue Kindergartenjahr hat begonnen, wir dürfen ganz viele neue Kinder bei uns begrüßen und nun sind auch die ersten Tage der Eingewöhnung vorbei. So langsam finden sich die Kinder immer besser in unserem Alltag zurecht und können sich zunehmend auf die verschiedenen pädagogischen Angebote einlassen. Im Wolkenschloss steht das Lernen mit allen Sinnen im Vordergrund. In dem Sinnes- und Klangraum steht ein sogenannter Aktionstisch, der zurzeit mit vielen bunten Federn befüllt ist. Was ist der Sinn und Zweck eines solchen Tisches? Dort werden je nach Bedarf austauschbare Materialien angerichtet und den Kindern zur freien Auswahl zur Verfügung gestellt, sodass sie sich auch eigenständig mit diesen intensiv auseinandersetzen können. Die Federn kann man nicht nur physisch durch Berührung, sondern auch psychisch fühlen, in dem man seinen Trennungsschmerz wahrnimmt und bewusst lernt diesen zu regulieren. Flauschig, zart und filigran: Federn sind ein beruhigendes Material zum sinnlichen Erleben. Doch wer denkt, dass Federn sich nur eignen, um zur Ruhe zu finden, der täuscht sich. Federn vereinen Aktivität und Ruhe gleichermaßen. Sie fliegen langsam, wenn ein Windstoß sie erfasst, aber auch sehr schnell, wenn wir sie gemeinsam aufwirbeln. Den Tanz fliegender Federn zu beobachten und Teil davon zu sein, erzeugt eine sinnliche und beruhigende Atmosphäre und hilft somit seine Emotionen in der Eingewöhnung zu regulieren. Wie man an diesem Beispiel anschaulich sieht, sind unterschiedliche alltägliche Materialien vielfach einsetzbar und erfüllen dabei noch zahlreiche Funktionen.